So geht's
Verschiedene Arten des Quiltens
Obwohl die verschiedenen Techniken einige Gemeinsamkeiten aufweisen, lassen sich doch einige grundlegende Unterschiede feststellen. Somit lassen sich die Techniken in zwei große Gruppen einteilen:
- Die erste Technik besteht darin, drei Lagen Stoff (Quilttop, Einlage, Rückseite) zusammenzunähen. Das Quilttop besteht aus vielen kleineren Stoffstücken, die als ein Muster zusammengenäht werden. In diese Kategorie fällt das Quilten selbst, das auch 'English quilting' genannt wird, und das Knotenquilten.
- Die zweite Technik besteht darin, mit einem Faden ein Motiv auf zwei übereinanderliegende Tücher zu nähen und einige Stellen zwischen den beiden Tüchern auszustopfen. Hierzu zählen die provenzalische Boutis-Technik und sein Vorfahr, die sizilianische Trapunto-Technik.
Die genannten Techniken werden oft mit anderen Techniken kombiniert, wie beispielsweise dem Patchwork.
Quilten
Das Quilten kommt aus dem Norden Großbritanniens und ist die älteste Methode zur Herstellung warmer Decken und Kleidungsstücke. Der Unterschied zu einfachen Decken besteht darin, dass zwei Lagen Stoff zusammengenäht und mit einer Einlage versehen werden. Ziernähte verleihen der Decke ihr charakteristisches Aussehen. Das Quilttop besteht oftmals aus vielen kleinen Stoffstücken, die zu einem Muster arrangiert werden, einem sogenannten Patchwork.

Knotenquilten
Beim Knotenquilten werden ebenso zwei Lagen Stoff mit einer Einlage zusammengenäht. Die Lagen werden hierbei jedoch nur an einzelnen Stellen durch Knoten miteinander verbunden. Manchmal werden diese Stellen zusätzlich mit Knöpfen, Schleifen etc. verziert.

Boutis
Die Boutis-Stickerei ist eine sehr alte provenzalische Technik. Sie besteht darin, ein Motiv mit einem Faden in zwei übereinanderliegende Tücher zu sticken. Einige Stellen zwischen den beiden Tüchern werden mit Baumwollschnüren oder Stoffstücken ausgestopft, um plastische Muster zu kreieren.
Die Stickkunst aus der Provence hat ihren Urpsrung im Sizilien des Mittelalters. Durch die Kreuzritter fand die Boutis-Stickerei Einzug in die französische Kultur und wurde Ende des 18. Jahrhunderts berühmt.

Trapunto
Trapunto ist der sizilianische Vorfahr des Boutis. Um die ausgestopften Stellen noch hervorzuheben, wird, im Gegensatz zur Boutis-Technik, Watte für die Füllung benutzt. Um die Motive auszustopfen, wird das Tuch an der Rückseite leicht aufgeschnitten und nach dem Befüllen wieder mit einem Überwendlingsstich zugenäht. Ein Rückseitestoff kann zusätzlich angenäht werden, um die Nähte zu verdecken.

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