Das wird benötigt
Werkzeug
- Aquarellfarben
- Pinsel
- Die Wahl eines qualitativ hochwertigen Pinsels ist entscheidend, wenn man an der Aquarellmalerei lange seine Freude haben möchte.
- Unterschiedliche Arten von Pinselhaaren:
- Pinsel aus Marderhaaren sind teuer, aber man erzielt mit ihnen hervorragende Ergebnisse und sie halten sehr lange. Sie sind biegsam, behalten ihre Form, verlieren keine Haare und haben eine ausgezeichnete Elastizität.
- Fehlhaar- oder Ponyhaarpinsel sind etwas günstiger und man erzielt damit gute Ergebnisse (vor allem bei der Lasurtechnik).
- Japanische Pinsel mit einem Griff aus Bambusholz und Schweineborsten. Sie sind günstig und sehr biegsam und werden vor allem für große Oberflächen verwendet.
- Pinsel aus Synthetikfasern stellen eine gute Alternative zu Echthaarpinseln dar.
- Die Formen
- Rundpinsel haben eine Spitze mit der man sehr feine und perfekte Striche ziehen kann. Wenn man diese Pinsel flach drückt, kann man große Oberflächen damit bemalen.
- Flachpinsel geben einem die Möglichkeit schnell ein Papier anzufeuchten, um zum Beispiel die Lavurtechnik auszuführen.
- Für den Anfang sind drei Pinsel notwendig:
- ein runder Pinsel in mittlerer Größe n° 8
- ein großer flacher Pinsel für das Lasieren
- ein kleiner runder Pinsel für die Details
Material
- Papier
- Das Papier ist die wesentliche Basis einer Aquarellmalerei. Es unterscheidet sich vom Zeichenpapier, da es die Feuchtigkeit aufnehmen und auf Wasser und die Eigenschaften der unterschiedlichen Farbpigmente entsprechend reagieren muss.
- Es muss sich ausdehnen können nach dem Trocknen, jedoch auch seine ursprüngliche Form wieder annehmen und natürlich die Farben entsprechend zur Geltung bringen.
- Seine Oberfläche ist in Folge des Pressens und des Eintauchens in ein Gelatinebad "unnatürlich". Dies dient dazu, dass die Farbe nicht in die tiefen Papierschichten eindringen kann und seinen charakteristischen Glanz verliert.
- Die unterschiedlichen Arten der Papierkörnung:
- Papier mit feiner Körnung eignet sich für sorgfältige und gründliche Arbeiten. Andererseits lässt es sich nur schwer bearbeiten, wenn es zu feucht ist. Es bilden sich kleine Wasserpfützen und die Konturen verlaufen.
- Papier mit mittlerer Körnung ist ideal für Anfänger geeignet, da man damit langsamer arbeiten kann.
- Papier mit grober Körnung ist hervorragend geeignet (es ist allerdings auch am teuersten). Es hält den Pinsel fest, trocknet langsam, lässt sich aber auch schwieriger bearbeiten.
- Wahl der Grammzahl:
- Wähle anfangs ein Papier mit einem Gewicht von 300g/m.
- Wenn du großformatige Bilder malen möchtest, verwende 460g/m Papier.
So geht's
Große Prinzipien der Aquarellmalerei
- Aquarellfarben sind Farben auf Wasserbasis. Diese lasierenden Farben bestehen aus einer Mischung aus Farbpigmenten, Bindemittel und Feuchthaltemittel und werden mit Wasser verdünnt.
- Die Farbpigmente ergeben die Farbe.
- Das Bindemittel (Gummiarabikum) verleiht den Farbpigmenten eine teigförmige und feste Konsistenz.
- Das Feuchthaltemittel (Glyzerin oder Honig) verzögert das Trocknen der Farbe.
- Man unterscheidet zwei große Typen von Aquarellfarben:
- Aquarellfarben in der Tube: Werden für großformatige Bilder empfohlen, da sie langsamer trocknen als die Aquarellfarben in Näpfen. Der Vorteil von Tuben besteht darin, dass die einzelnen Farben sauber bleiben, da sie nur direkt auf der Palette gemischt werden. Der Nachteil besteht dagegen darin, dass man eventuell Farben verschwendet, da man zuviel Farbe für die einzelnen Farbmischungen vorbereitet hat. Säubere die Tubenöffnung sorgfältig, bevor du die Tuben wieder verschließt: Das Gummiarabikum dient als Kleber und du riskierst sonst, dass du später deine Tuben nicht mehr öffnen kannst.
- Aquarellfarben in Näpfen: Sie sind ideal für "zwischendurch" oder für Anfänger geeignet. Diese Farbnäpfchen (kleine Würfel aus Plastik) können in einer beschränkten Farbpalette in einem Farbkasten befestigt werden, den man überall hin mitnehmen kann. Die Farben sind auf Anhieb sichtbar und die Farben werden direkt im Malkasten miteinander gemischt. Allerdings kann man immer nur jeweils eine kleine Menge an Farbe auf einmal entnehmen, was zum Beispiel für die Lasurtechnik einen Nachteil darstellt. Reinige nach dem Gebrauch die Näpfchen mit Küchenpapier, um die reinen Farben wieder herzustellen.
Video
In diesem Video wird die Technik direkt an einem Beispiel erklärt.
Einen Baum mit Aquarellfarben malen
Tipps
Papier aufspannen
Das Papier dehnt sich aus, wenn man es anfeuchtet und zieht sich beim Trocknen wieder zusammen. Aufgrund dieser Tatsache verzieht sich das Papier. Um dieses Problem zu vermeiden, muss man das Papier aufspannen.
- Mache dein Papier nass, indem du es unter den kalten Wasserhahn hälst oder es in Wasser tauchst. Lege es auf ein Brett und drücke die Luftblasen heraus. Lasse sich das Papier ausdehnen.
- Befestige das Papier mit Paketklebeband auf dem Brett. Achte darauf, die Klebebänder parallel aufzukleben.
- Lasse das Papier leicht antrocknen bevor du es bearbeitest.
- Du kannst das Papier auch nur auf einer der beiden Seiten anfeuchten und dann das Blatt auf der anderen Seite aufspannen. Auf diese Weise kannst du sofort mit dem Malen anfangen, wenn du nicht auf eingeweichtem Papier arbeiten möchtest.
Pflege des Materials
Die Pflege der Pinsel ist wichtig, damit sie ihre Qualität behalten.
- Reinige sie nach jedem Gebrauch, indem du sie unter kaltes Wasser hälst.
- Wasche deine Pinsel nach Abschluss der Arbeit mit etwas Seife aus und wasche sie unter lauwarmem Wasser aus.
- Drücke die noch feuchte Pinselspitze mit den Fingern in Form.
Wenn sie getrocknet sind, sollten die Pinsel in einem Topf mit dem Kopf nach oben oder in einem Kasten aufbewahrt werden.
Lasieren
Diese Technik besteht darin, eine feine Farbschicht auf eine große Oberfläche aufzutragen.
Mit dieser Technik kann man Hintergründe wie den Himmel malen. Idealerweise arbeitet man auf feuchtem Papier, um Pinselspuren zu vermeiden.
Schaue dir auch die Technik des Lasierens an.
Rubbelkrepp
Er wird zum Abdecken von Stellen verwendet, die nicht bemalt werden sollen. Beim Trocknen bildet das Rubbelkrepp einen feinen Film auf der Papieroberfläche. Wenn das Bild getrocknet ist, kann man ihn durch leichtes Rubbeln entfernen.
Gummiarabikum
Es handelt sich um das Bindemittel der Aquarellfarben. Es erlaubt einem die Farben aufzufrischen oder auch ihren transparenten Effekt zu erhöhen.
Medium für Aquarellfarben
Das ist eine Mischung aus Gummiarabikum und asketischer Säure. Wenn man es zum Mischwasser (einige Tropfen) hinzufügt, verstärkt dieses Medium den Glanz und die Intensität der Farben.
Ochsengalle
Es handelt sich um ein Tensid, das heißt es verflüssigt die Farbe.
Glyzerin
Es ist bereits in den Aquarellfarben enthalten und verzögert den Trockenprozess der Farben. Wenn du ein paar Tropfen in das Wasser zum Mischen gibst, verstärkst du diesen Effekt. Ideal, wenn man im Freien arbeiten möchte, zum Beispiel im Sommer.
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