Fragebogen Basteln

Brandmalerei

Brandmalerei  Anleitung zur Brandmalerei  : 

Die Brandmalerei ist eine uralte Technik, die schon unsere Vorfahren ausgeübt haben, indem sie eine Eisenspitze in der Glut erhitzt haben.

Sie besteht darin, ein Motiv auf eine Oberfläche, meistens Holz, aber auch Leder, zu bemalen, in dem man sie stellenweise aushöhlt, verkohlen lässt und somit schwärzt. Eine sehr tolle Art und Weise, um Eierbecher, Serviettenringe, Schneidebretter, Ledertaschen... zu verschönern. Manche gehen sogar so weit, ganze Gemälde zu gestalten, indem sie mit den einzelnen Nuancen und Graden der Verkohlung spielen.

Wir zeigen euch hier die Technik der Brandmalerei auf Holz. Aber man kann sie genauso auch bei Leder anwenden, allerdings mit viel niedrigeren Temperaturen.

Das wird benötigt
Werkzeug
  • 1 elektrischer Brennstab (ähnlich wie ein Lötkolben), der mit einem Transformator geliefert wird. Er kann mehr oder weniger ausgefeilt sein:
    • Grundbrennstab mit Kindersicherung (ungefähr 20€), mit einer einzelnen, nicht austauschbaren Spitze
    • Brennstab für Profis, der es erlaubt, die Hitze zu regulieren, mit einer Vielzahl von Spitzen geliefert wird und einem die Möglichkeit gibt, mehrere Spitzen gleichzeitig zu verwenden.
  • Spitzen: es gibt alle möglichen Arten von Spitzen, aber in der Regel reichen zwei aus: 
    • Universelle Spitze (unverzichtbares Werkzeug): Sie ist abgeschrägt und erlaubt es einem, alles damit zu machen: Linien, Kurven, Punkte...
    • Bauchige Spitze für große Oberflächen
  • Zeichenutensilien = Bleistift (HB), Radiergummi, Lineal, Zirkel...
  • Schmirgelpapier (mit einem Keil zum Abschleifen, der ein einfaches Holzstück sein kann und um den man ein Stück Schmirgelpapier wickelt), um das Holz abzuschleifen und kleine Fehler auszugleichen.
  • Kohlepapier, um ein Motiv auf das Holz übertragen zu können. 
Material

Objekte zum Verzieren:

  • Vorzugsweise helles Holz, das weich ist und wenig Holzfasern hat.
  • Im Idealfall Objekte aus unbehandeltem Holz.
  • Sperrholz ist auch geeignet, im Gegensatz zu Spanholz, das nicht verwendet werden sollte (unter dem Einfluss von Hitze werden giftige Gase freigesetzt).
  • Mahagoniholz, Eichenholz, Kiefernholz und Eschenholz sind nicht so gut geeignet und Tannenholz erlaubt es aufgrund seiner Maserung nicht, gleichmäßige Linien zu ziehen (die Spitze drückt sich in die weichen Stellen und springt über die harten Stellen hinweg).
So geht's

Vorbereitung für die Brandmalerei

  • Schmirgle die Oberfläche ab, damit sie schön glatt ist und wische den Stab gut ab.
  • Wenn die Oberfläche lackiert ist, beize sie ab, da du dich sonst mit den Dämpfen, die während des Verkohlens des Holzes entstehen, vergiften kannst. Außerdem kann das Ergebnis nur besser werden (beim Schmelzen kann der Lack Strahlen verursachen)!

Verzieren der Objekte

  • Zeichne mit einem Bleistift dein Motiv auf das Objekt (wenn du einen Fehler machst, kannst du ihn wegradieren, außer der Untergrund ist aus Kork) oder trage es mit Hilfe des Kohlepapiers auf (lege dein Motiv auf das Kohlepapier und fahre die Umrisse mit einem Stift mit fester Spitze nach).
  • Schließe den Brennstab an den Strom an und warte so lange, bis sich die Spitze rot färbt, bevor du ihn verwendest.
    • Achte darauf, die Temperatur des Brennstabs an das verwendete Holz anzupassen. Wenn sich das Holz zu schnell schwarz färbt und raucht, reduziere die Hitze und wenn die Spitze nicht stark und schnell genug Spuren hinterlässt, erhöhe die Temperatur.
    • Probiere es in jedem Fall auf einem Probeholzstück aus. Kork muss auf jeden Fall mit niedrigen Temperaturen bearbeitet werden.
    • Um Farbnuancen zu erhalten, spiele mit den unterschiedlichen Temperatureinstellungen: Je niedriger die Hitze ist, desto heller ist die Farbe, je höher die Temperatur ist, desto mehr geht die Farbe ins Schwarze.
  • Halte die Spitze wie einen Stift zwischen Daumen und Zeigefinger und wenn es nötig ist, nimm den kleinen Finger zur Unterstützung.
  • Brandmale von oben nach unten und ziehe die Spitze langsam zu dir hin, um eine klare und regelmäßige Linie zu erhalten.
  • Fange mit einer leichten Linie an. Wenn du einen Fehler gemacht hast, schmirgel ihn mit dem Schleifpapier weg. Im Falle des Falles kannst du die Linie noch einmal nachziehen, wenn es notwendig ist.
  • In keinem Fall musst du die Spitze fest aufdrücken, da du sonst riskierst, sie abzunutzen. Wenn die Oberfläche vorher gut abgeschmirgelt wurde und die Hitze ausreichend ist, sollte die Spitze über das Holz gleiten!
  • Für den Hintergrund: Amüsiere dich damit, unterschiedliche Strukturen zu gestalten: Punkte, Zick-Zack-Linien, Quadrate, Kuhflecken... Spiele mit der Art, die Spitze zu halten und die Temperatur zu regulieren. 

Fertigstellung der Objekte

  • Schmirgle die Oberfläche noch einmal ab und entferne sorgfältig den Staub, der sich gebildet hat.

Du kannst nun wahlweise auftragen: 

  • Matten, satinschimmernden oder klaren Lack, gefärbt oder ungefärbt (Vorsicht, dass die Farbe nicht dein Werk überlagert: zögere nicht, die Farbe mit etwas Weiß oder mi einem neutralen Lack zu vermischen). Trage mehrere Lagen auf, um dein Objekt gut zu schützen (für Objekte, die draußen stehen sollen, verwende sofort einen sehr widerstandsfähigen Lack).
  • Gefärbtes oder nicht gefärbtes Bienenwachs: Streiche es in Faserrichtung des Holzes auf und poliere es, sobald es trocken ist, mit einem weichen Tuch.
Tipps
  • Arbeite in einem gut gelüfteten Raum.
  • Trage eine Maske, wenn aus dem Material, das du bearbeitest, giftige Gase austreten können (Leder, Spanholz....)
  • Lasse die Spitzen vollständig auskühlen, bevor du sie aufräumst.
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