Fragebogen Basteln

Quilting-Material

Welche Materialien Sie für Quilting benötigen finden Sie hier übersichtlich und kompakt zusammengefasst.
Angefangen mit Garnen, dem Markieren von Stoffmustern bis hin zur Stoffwahl für die Einfassung.

Diese Tipps und Tricks zum Quilting & Patchwork stammen aus dem Buch "Quiltinspirationen" von Jane Brocket, welches im Haupt Verlag erschienen sind.

Quilten: Per Hand oder Maschine?

Mir persönlich stellt sich diese Frage nicht: Ich quilte immer mit der Hand, weil ich das gerne tue. Ich mag diese vielen kleinen Stiche, die kreuz und quer über meinen Quilt laufen, und ich mag es, sie an Ort und Stelle zu setzen. Wenn Sie noch im Zweifel sind, hier ein paar Tipps, die Ihnen bei der Entscheidung helfen können: 

  • Quilten mit der Maschine geht sehr schnell. 
  • Dicht gesetzte Maschinennähte wirken flach – mit kleinen Höhenzügen dazwischen. 
  • Quilten mit der Hand drückt die Arbeit nicht flach. Sie wirkt dadurch manchmal noch fluffiger. 
  • Handnähte in einer Kontrastfarbe und einer ganz nach Geschmack ausgewählten Stichgröße sorgen oft für einen zusätzlichen Hingucker. 
  • Maschinennähte sehen aus wie eine ununterbrochene Linie, nicht wie eine Reihe einzelner Stiche. 
  • Quilten mit der Hand braucht Zeit, aber nicht so viel, wie man sich oft vorstellt – vor allem wenn Sie einfache Linien in großen Abständen nähen. 
  • Mit einer normalen Haushaltsnähmaschine zu quilten, kann schwierig werden; Sie brauchen dazu einen speziellen Nähfuß. 
  • Beim Quilten mit der Maschine können Sie keinen spannenden Film anschauen, aber sie können Radio hören. 
  • Maschinenquilts sehen großartig aus, wenn sie auf einer elektronischen Profi-Nähmaschine mit langem Arm nach einem der unzähligen verfügbaren Quiltmuster angefertigt werden. Vielleicht möchten Sie Ihre Arbeit auch von einem Profi quilten lassen. 
  • Sie können natürlich auch von Hand komplexe Muster mit winzigen Stichen nähen; das braucht allerdings einiges an Zeit und Übung, um das Muster zu übertragen und auszuführen.
     

Gar nicht quilten

Vielleicht beschließen Sie auch, dass Sie gar nicht quilten, sondern die drei Lagen Ihrer Arbeit auf andere Weise verbinden wollen. Hier ein paar Vorschläge:

Knoten

Eine sehr traditionelle und wirkungsvolle Methode, um die Lagen miteinander zu verbinden, vor allem wenn Ihre Arbeit zu dick ist, um mit der Maschine oder auch per Hand durch alle drei Lagen zu stechen. Knoten Sie in regelmäßigen Abständen, etwa an Kreuzungspunkten oder in der Mitte von Quadraten. Wenn Sie Wolle, Stickgarn oder -band in Kontrastfarben verwenden, kommt diese hübsche Technik besonders gut zur Geltung. Anleitungen dazu finden Sie im Internet.

Knöpfe

Wenn Sie viele Knöpfe haben und sie gern annähen, können Sie auch damit die Lagen verbinden.

  • Ich hatte mir überlegt, Knöpfe für ‹Anzug und Kravatte› zu verwenden, und hatte sie auch schon ausgelegt. Aber die Aussicht, 140 Knöpfe annähen zu müssen, hielt mich dann doch davon ab. Wenn Sie jedoch an einem kleineren Quilt arbeiten oder einen Kissenbezug herstellen wollen, sehen ein paar Knöpfe sicher hervorragend aus.
     

Garne

Ich empfehle immer Quiltgarn aus 100% Baumwolle. (Es ist dicker und stärker als Allzweck-Nähgarn.)

  • Polyestergarn versuche ich nach Möglichkeit zu vermeiden, denn es altert oft schneller als der Stoff, den es zusammenhält.
  • Ich mag Quiltgarn von Mettler; es ist äußerst glatt und fühlt sich gut an, wenn ich es durch die Lagen ziehe. Stattdessen können Sie aber auch dreifädiges Baumwollstickgarn verwenden oder den Faden passend zum Stoff wählen – Seidengarn für Seidenquilts und Gobelinwolle für Wollquilts.

Nehmen Sie eine Farbe, die mit dem Quilttop harmoniert oder kontrastiert – ganz Ihrem Geschmack und dem Quiltentwurf entsprechend. 

Quiltmuster (bei Bedarf)

Entscheiden Sie, welche Art von Quiltmuster Sie steppen wollen.

  • Wenn Sie mit der Hand quilten, müssen Sie festlegen, wo die Linien verlaufen sollen.
    • Ich verwende gerne Diagonalen zu Quadraten, um den Quilt interessanter zu machen. Manchmal lasse ich die Nähte entlang vorhandener Linien verlaufen, um das Auge von oben nach unten und quer über die Oberseite zu führen. Bei jedem Quilt versuche ich, mit den Nähten entweder einen zusätzlichen Hingucker oder mehr Harmonie zu erzeugen.
       
  • Das Gleiche gilt auch für das Quilten mit der Maschine.
    • Es gibt allerdings raffinierte Maschinen, die Sie für kompliziertere Quiltmuster programmieren können. Wenn Sie Ihre Arbeit von einem Profi quilten lassen, haben Sie die Auswahl unter einer riesigen Anzahl von Quiltmustern.
       

Die Linien markieren

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Linien und Muster auf dem Stoff zu markieren.

  • Ich habe spezielle Quiltstifte ausprobiert, konnte die Linien aber nicht erkennen. Stifte, deren Markierungen man nach dem Quilten herauswaschen muss, wollte ich nicht verwenden.
  • Also habe ich mit Klebe- und Paketband experimentiert. Beides war wunderbar zum Markieren, aber das Abziehen tat dem Stoff und den Nähten nicht gut.
  • Dann habe ich Abklebeband ausprobiert, das weniger aggressiv ist, und verwende es noch immer. Ich klebe lange Streifen auf, um die Nähte zu markieren, und ziehe sie vorsichtig wieder ab, wenn ich fertig bin.
     

Stoffe für die Einfassung

Jetzt haben Sie also die drei Lagen Ihres Quilts miteinander verbunden (und die Ränder zurechtgeschnitten). Nun ist der Stoff für die Einfassung an der Reihe.
 

  • Ich wähle den Einfassungsstoff passend zum Quilt aus.
    • Manchmal entscheide ich mich für einen starken Kontrast, der wie eine Kontur oder ein schmaler Rahmen wirkt.
    • Bei anderen Quilts habe ich einen Stoff verwendet, der zum Design und den Stoffmustern passt , oder mich für eine Lösung entschieden, bei der die Einfassung den Quilt scheinbar bis zur äußersten Kante laufen lässt. [...].
       
  • Vielleicht kaufen Sie einen bestimmten Stoff für die Einfassung oder stöbern in Ihren Vorräten.
    • Ich ziehe Letzteres vor, wann immer es möglich ist. Es ist erstaunlich, wie viele der Stoffe, die ich für den Quilttop nicht verwendet habe, als Einfassungen wunderbar geeignet sind. Ein aussortierter Stoff kommt hier mitunter erst richtig zur Geltung. (Denken Sie daran, dass Sie ihn nur 1 cm breit zu sehen bekommen.)


Hinweis: Vorsicht bei Stoffen mit großen Tupfen als Einfassung. Wenn der Stoff nicht vollkommen gerade zugeschnitten ist, wirken die Tupfen verzerrt.

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