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Holzpergola

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Holzpergola  gratis Bauanleitung

Die Pergola hat im Garten eine wichtige raumbildende und gestalterische Funktion. Sie betont die Hauptachse einer Gartenanlage, gliedert den hausnahen Bereich und den Garten oder bildet eine harmonische Verbindung und Überleitung vom Haus in den Garten, gleichzeitig vermittelt sie ein Gefühl von Geborgenheit. 

Möchten Sie Ihre Pergola selbst planen und bauen? Dann haben Sie eine spannende und verantwortungsvolle Arbeitsphase vor sich. 

Diese Bauanleitung für eine Holzpergola stammt aus dem Buch "Gartengestaltung Das Praxisbuch", welches im BLV Verlag erschienen ist.

Grafiken © Albrech/ BLV Buchverlag

Bild © Timmermann

So geht's
  • Eine Pergola wird aus Pfosten, den längs verlaufenden Traghölzern, den Pfetten, und aus den Rankhölzern, den sogenannten Sparren gebaut. Die Sparren werden in Querrichtung montiert.
  • Gute Hölzer für eine Pergola liefern die Robinie, die Douglasie, die Fichte und die Lärche.
    • Lärche und Douglasie haben einen sehr hohen natürlichen Harzgehalt und damit eine lange Lebensdauer, außerdem müssen diese Hölzer nicht imprägniert werden.
    • Kesseldruckimprägnierte Hölzer wie Kiefer und Fichte sind auch langlebig, bereiten aber bei einer möglichen späteren Entsorgung wegen der zur Imprägnierung verwendeten Substanzen Probleme.
  • Eine Pergola sollten Sie mindestens 2,20 m hoch bauen, damit Sie diese auch bei starkem Bewuchs noch gut begehen können. 
  • Eine Pergola wirkt grazil, wenn der Abstand der Pfosten größer ist als die Höhe der Pergola – am besten, Sie wählen einen Abstand
    von 3 – 3,50 m.

Pfosten einer Pergola montieren

  • Die Pfosten werden etwa 10 – 15 cm über dem Bodenniveau in Pfostenschuhe montiert, die in ein Betonfundament eingelassen sind.
  • Sie bestehen aus feuerverzinktem U-Flachstahl und schützen die Holzpfosten. 
  • Ihr Fußanker muss tief im Betonbett stecken, um eine ausreichende Stabilität für die gesamte Konstruktion zu garantieren. Deshalb sind Pfostenschuhe mit kurzen angeschweißten Stahlrohren – wie sie oft in Baumärkten angeboten werden – als Fußanker nicht geeignet. Der Pfostenschuh sollte den Pfosten in ausreichender Länge von 20 – 30 cm einspannen und mit zwei großen
    Gewindeschrauben aus Edelstahl samt Hutmuttern verschraubt sein.


Und noch ein Tipp: Wechseln Sie die Richtung des Schuhs von Pfosten zu Pfosten. Abwechselnd steht er parallel und um 90° gedreht zur oberen Pfette. Dadurch erhält das Bauwerk mehr Standfestigkeit.

Verbindung einer Pergola herstellen

Die Verbindungen der Holzbauteile untereinander müssen sehr sorgfältig erfolgen, denn diese haben wichtige Funktionen zu erfüllen. Zum einen übertragen sie Lasten und Kräfte, zum anderen sollen sie ein Verschieben der Hölzer untereinander vermeiden.
Darüber hinaus ist darauf zu achten, dass sich keine Feuchtigkeit in den Verbindungen ansammelt, um ein Modern des Holzes zu vermeiden.

  • Bei professionell ausgeführten Holzverbindungen werden die Hölzer vom Fachmann so bearbeitet, dass sie ohne Metallteile ineinandergesteckt werden können. Dies ist eine traditionelle, aber inzwischen wieder überaus beliebte Technik, die zu einem sehr ansehnlichen und schönen Ergebnis führt.
  • Verbindungen des ingenieurmäßigen Holzbaus mit vorgefertigten Metallteilen sind die handwerklich einfachere und kostengünstigere Variante. Damit das Holz atmen kann und nicht der Feuchtigkeit ausgesetzt ist, empfiehlt es sich, Metallscheiben als Abstandhalter zwischen die Verbindungen zu setzen.
  • Die Sparren können Sie auf die Pfette »aufkämmen«, dabei werden die Sparren von unten eingekerbt. Fräsen Sie nie die Pfette von oben aus! Hier würde sich sofort Wasser ansammeln, was langfristig zu erheblichen statischen Problemen führt.
  • Eine sehr stabile Verbindung zwischen den im rechten Winkel aufeinanderliegenden Pfosten und Pfetten wird oft durch einen Holzzapfen hergestellt. Wichtig dabei ist, dass das sehr empfindliche Holz des Pfostens völlig abgedeckt ist.

 

 

Probleme vermeiden

  • Steht die Pergola frei und ist dem Wind ausgesetzt, besteht die Gefahr, dass sich die Konstruktion verschiebt oder verzieht. In einem solchen Fall ist es ratsam, Windstreben im 45°-Winkel zwischen Pfosten und Pfette einzubauen. Auch Spaliere und Sichtschutzwände zwischen den Pfosten helfen, das Bauwerk zu stabilisieren.
  • Bei starkem Pflanzenbewuchs biegen sich die Pfetten durch oder brechen im schlimmsten Fall sogar. Vermeiden Sie dies, indem Sie die richtigen Maße für die Pfetten wählen: Pfetten sollten die gleiche Breite haben wie die Pfosten und diese überdecken (konstruktiver Holzschutz). Die Höhe der Pfetten ist dabei variabel. Übliche Maße für Pfosten sind bei aus Baumstämmen gesägtem Kantholz (Vollholz) 10/10 cm für eine filigrane Pergola und bis 12/12 cm für eine rustikale Pergola. Pfosten und Pfetten aus Rundholz sollten den gleichen Durchmesser haben, z. B. 12 cm. Achten Sie darauf, dass der Abstand zwischen den Pfosten nicht zu groß ist, damit die aufliegenden Pfetten Stabilität gewähren!
  • Wenn Schling- und Kletterpflanzen, die die Pergola beranken, absterben oder nur kümmerlich wachsen, könnte der Grund dafür pflanzenschädlich imprägniertes Holz sein. Verwenden Sie deshalb für den Bau Ihrer Pergola Hölzer ohne Imprägnierstoffe oder mit pflanzenunschädlicher Imprägnierung! Holzpergolen können auch mit Stützen aus Naturstein, aus Stahlbeton, aus Stahl oder mit gemauerten Pfeilern gebaut werden. Umgekehrt wirkt zum Beispiel eine Edelstahlkonstruktion auf Holzfüßen sehr elegant und modern. In jedem Fall sollte die Pergola zum Stil und zur Dimension Ihres Hauses passen.

 

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